Juni 2026

WETTBEWERB KUNSTBLATT SCHÖNHAUSEN


Die Preisträger zum KUNSTBLATT SCHÖNHAUSEN 2026 stehen fest! Der erste Platz geht an Aljona Lipatova einer Variation auf das elegante Rokoko-Treppenhaus im Schloss, das nicht nur die Stockwerke, sondern auch die verschienen Zeitschichten miteinander verbindet.

Der zweite Platz geht sowohl an Zoé Leonie Schulz mit einem Motiv in Anspielung auf das Schloss als Zentrallager für "Entartete Kunst" ...

... als auch an Leo Semken mit einer Interpretation des königlichen Audienzzimmers mit Motiven aus der nicht immer heiteren Geschichte des Schlosses. Die sehr erfreuliche Vielfalt der eingereichten Entwürfe soll bald in einer kleiner Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Schlosses zu sehen sein.





"ENARTETE KUNST" IM SCHLOSS SCHÖNHAUSEN


Nach langer Planung wird nun endlich die neue Abteilung über die sogenannte "Entartete Kunst" eröffnet, die in der NS-Zeit als "undeutsch" gebrandmarkt und aus allen öffentlichen Sammlungen entfernt werden sollte. Zwei Artikel zum Thema finden sich in der aktuellen Ausgabe von SANS,SOUCI.








SECRET BERLIN, 12. APRIL 2026

Nur 20 Minuten vom Berliner Zentrum, an der Grenze zu Brandenburg, verbirgt sich ein Barockschloss mit 360 Jahren Geschichte: Von adeliger Sommerresidenz über DDR-Staatsgäste-Sitz bis hin zum Museum


Ein Ort, an dem Geschichte, Landschaft und eine leise, melancholische Schönheit ineinander übergehen – perfekt für ruhige Spaziergänge mit fast cineastischem Gefühl.
Ihr denkt, ihr habt bereits alle schönen Schlösser in und um Berlin besucht? Wir sind sicher: Es gibt immer noch eines, das ihr entdecken könnt. Natürlich sollte ein Klassiker wie das Schloss Sanssouci mit seinem sizilianisch angehauchten Schlosspark ganz oben auf eurer Liste stehen – doch es ist längst nicht das einzige. Es gibt eine Reihe architektonischer Wahrzeichen, die sowohl mit ihrer Geschichte als auch mit ihrer Baukunst und einer besonderen Atmosphäre beeindrucken. Und genau eines d
avon stellen wir euch heute vor: Schloss Schönhausen in Pankow – mit rund 3,5 Jahrhunderten Geschichte.

                                                                   Sandy Al Assi, Redakteurin




Neujahrsempfang der Pankower Vereine Neujahrsempfang der Pankower Verein: Gemeinsam auf der Bühne im Zeiss-Planetarium (Foto: Bernd Wähner)




HANS FÜRSTENBERG

Schon über das Schloss selbst gibt es noch ungezählte Geschichten zu erzählen. Und hinter jeder einzelnen wartet immer gleich schon die nächste.


Über die Rückkehr der "Ruhenden Frau" in den Schlossgarten 2023 haben wir ausführlich berichtet. An ihrem alten Platz neben der Pergola erinnert sie nicht nur an den Schweizer Bildhauer Fritz Huf und an seine Frau Natascha, und nicht nur an das Berlin der "goldenen" 20er Jahre, sondern auch an den Auftraggeber und ursprünglichen Besitzer, den Bankier und Kunstsammler Hans Fürstenberg.



Die Geschichte hinter der Geschichte ist das Thema eines Films aus der wunderbaren und durchgehend sehnswerten Reihe "Kunst, Raub und Rückgabe - Vergessene Lebensgeschichten", zu entdecken in der ARD Mediathek. Unser Vereinsmitglied Jochen von Grumbkow hatte die Freude, als Experte mitzuwirken.




FESTAKT ZUM 15-JÄHRIGEN BESTEHEN DES FÖRDERVEREINS


Mit einem Festakt hat der Förderverein am 8. November 2024 sein 15-jähriges Bestehen gefeiert. Viele Mitglieder und Unterstützer der letzten Jahre hatten sich dazu im Festsaal der Königin Elisabeth Christine versammelt.
In ihrem Festvortrag erinnerte unsere Vorsitzende Gabriele Osburg an das bisher Geleistete, an die erfolgreiche Unterstützung von Restaurierungsmaßnahmen und Ankäufen, an die eingeworbenen Spenden und Kooperationen mit bewährten Partnern wie dem Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach ("Frühling in Schönhausen"), dem Felix-Mendelsohn-Bartholdy-Gymnasium oder der Schule für Bildende Kunst und Gestaltung ("Kunstblatt Schönhausen"). Und vor allem natürlich an das erfreuliche Zusammenwirken mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG).


In ihrem Grußwort hob die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Manuela Anders-Granitzki (CDU) das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder hervor. Der Direktor der Generalverwaltung der SPSG Kai Schlegel warf einen Blick in die Zukunft der Sammlungen im Schloss und Schlossbereichsleiter Björn Ahlhelm würdigte die konstruktive Zusammenarbeit bei der Durchführung gemeinsamer Projekte.


Der Vortrag des Kunsthistorikers und Vorstandsmitglieds Jochen von Grumbkow folgte noch einmal der wechselvollen Geschichte der „Ruhenden Frau“, der Bronzeskulptur des Schweizer Bildhauers Fritz Huf, die seit Herbst 2023 wieder an ihrem angestammten Platz neben der Pergola steht.


Vieles wurde in den ersten 15 Jahren erreicht, das wurde an diesem Abend besonders deutlich. Aber es ist immer noch viel zu tun. Das gilt für den Pflege des Schlossgartens, für die Beschilderung an Haltestellen der BVG und für eine neue Parkordnung. Auf große Resonanz stieß die Ankündigung einer neuen Dauerausstellung über die sogenannte „Entartete Kunst“ im Schloss sowie über das neue Förderprojekt des Vereins, das „Teehaus“, dessen zukünftige Nutzung durch ein Baugutachten geklärt werden soll. Über die vielen inspirierenden Gespräche im Anschluss an die Veranstaltung haben wir uns sehr gefreut.


Musikalisch begleitet wurde der stimmungsvolle Abend von Schülern des Musikgymnasiums: Magda Schönleber, Violine, Maria Laszig, Violine, Antonia Sollich, Viola, und Nikolai Bergeron, Violine.

v.l. Manuela Anders-Granitzki, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Martin Federlein, Katrin Schellenberg, Gabriele Osburg, Jochen von Grumbkow, Cornelius Bechtler, Stadtentwicklungsstadtrat (Foto: Bernd Wähner)




LEIDER NICHT MEHR ZU SEHEN:


Zum ersten Mal, seit es das KUNSTBLATT SCHÖNHAUSEN gibt, haben wir im Jahr 2024 eine kleine Ausstellung mit den Entwürfen des letzten Wettbewerbs von 2023 präsentieren können. Das möchten wir bald wiederholen und ausbauen!



Das KUNSTBLATT SCHÖNHAUSEN 2023 von Lucy Touray.




16. April 2023

Die Preisträger stehen fest!

Wir freuen uns sehr, die Preisträger des Wettbewerbs "Kunstblatt Schönhausen 2023" bekanntgeben zu dürfen.

Die Qualität der eingereichten Entwürfe war wieder beeindruckend. Wir bedanken uns für die erneut hervorragende Zusammenarbeit mit der Kunstschule Berlin und gratulieren allen drei Preisträgerinnen!


1. Preis Lucy Touray

2. Preis Pascale Wiggins

3. Preis Jennifer Wünnecke


Mit der Serie von Drucken, die in den nächsten Wochen nach dem Siegerentwurf entstehen, hoffen wir, ab dem Kunstfest Pankow 2023 viele Spenden zugunsten der Restaurierung unserer "Ruhenden Frau" einwerben zu können. Die Bronzeskulptur des Schweizer Bildhauers Fritz Huf aus dem Jahr 1923 hat eine wechselvolle Geschichte hinter und soll möglichst bald an ihren alten Platz im Schlossgarten zurückkehren.

Eine Ausstellung aller eingereichten Entwürfe ist noch für dieses Jahr im Schloss geplant.



Frühling in Schönhausen
Konzert mit Künstlern des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach

Bach Junior-Orchester unter der Leitung von Zoya Nevgodovska


Zwei Mal musste das traditionelle Konzert des Musikgymnasiums im Schloss zuletzt schon ausfallen. Aber am vergangenen Freitag, den 20. Mai war es endlich wieder soweit: Im ausverkauften Festsaal zeigten über 30 junge Virtuosen verschiedener Altersgruppen ihr herausragendes Können. Wie immer war viel Kammermusik zu hören, aber zum ersten Mal im Schloss auch das Bach Junior-Orchester. Der musikalische Bogen spannte sich vom Barock bis in die Moderne, von (Johann Sebastian) Bach bis (Eugène) Bozza. Er umfasste bekannte, aber auch weniger bekannte Komponisten, und bot manche Überraschungen.

v.l. Julia Kasprzak, Anuka Lässig

Die hochbegabten und teilweise schon vielfach ausgezeichneten Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum. Ihre Ernsthaftigkeit und ihre sichtbare Spielfreude wirkten inspirierend, ein Hochgenuss, zumal man weiß, dass jeder von ihnen eigentlich doch erst noch am Anfang seiner Musikerlaufbahn steht. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten „Frühling in Schönhausen“!



2016: Empfang zum 301. Geburtstag der Königin


Wie jedes Jahr trafen sich am Abend des 8. November Mitglieder des Fördervereins und einige Gäste im Schloss Schönhausen zu einer besinnlichen Feierstunde zu Ehren der preußischen Königin Elisabeth Christine. Über mehr als 50 Jahre hinweg hat sie hier ihre Sommer verbracht. Hier fand sich der Hof zur Cour ein, hier wurden Empfänge und Konzerte gegeben. Nach Schönhausen lud Elisabeth Christine ihre Familie sowie Dichter und Gelehrte. Hier widmete sie sich ihren privaten Studien und fand im Garten jene Ruhe, die sie im Berliner Schloss meistens vergeblich suchte.


Nach einigen Worten der Begrüßung durch den Vorstand hatten die Anwesenden bei einer kurzen Lesung Gelegenheit, etwas zur Historie des sogenannten Beau Sancy zu erfahren, eines der größten Diamanten der Welt, Kronjuwel der Hohenzollerndynastie, Amulett der Hohenzollernbräute. Das Original befindet sich seit 2012 in unbekanntem Privatbesitz. Eine Replik aus geschliffenem Bergkristall erinnert an den legendären Stein.



 

 

BERLINER WOCHE zum 08.11.2015 

Festakt zum 300. Geburtstag der Königin Elisabeth Christine

 

Niederschönhausen. Elisabeth Christine verbrachte einen großen Teil ihres Lebens auf Schloss Schönhausen. Ihr 300. Geburtstag war deshalb für den Förderverein Schloss und Garten Schönhausen Anlass, die Königin zu ehren.Im Festsaal des Schlosses fand ein gemeinsamer Festakt des Fördervereins und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) mit vielen geladenen Gästen statt, darunter Pankows Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). Dr. Alfred Hagemann beschrieb in seinem Festvortrag die Königin von Preußen als volksverbundene und bis ins hohe Alter aktive Monarchin. Vieles im Schloss erinnere noch heute an ihr gestalterisches Wirken, wie die Papiertapeten in einigen Räumen zum Beispiel.
Vor dem Festakt im Schloss hatte der Vorstand des Fördervereins Schloss und Garten Schönhausen in der Gruft des Berliner Domes einen Kranz niedergelegt. In der Hohenzollerngruft befand sich bis 1944 der Sarg Elisabeth Christines. Er verbrannte infolge eines Fliegerangriffs. Heute erinnert dort eine Stele an ihr Wirken.
Während des Festaktes im Schloss Schönhausen hob Uwe Katzer hervor, dass die Anziehungskraft von Schloss Schönhausen auch durch das aktuelle Jubiläum der Königin weiter zugenommen habe. Schloss und Garten würden zunehmend als Ort preußischer und deutscher Geschichte wahrgenommen. Dafür dankte der Generaldirektor der Stiftung Professor Hartmut Dorgerloh auch den engagierten Mitgliedern aller Vereine, die sich um Schloss und Garten sowie um das Wachhalten der Erinnerung an die Geschichte des Schlosses kümmern.

Bernd Wähner 


 

RBB-ONLINE, 25.03.2015 

Moderator des Runden Tisches in der DDR gestorben

 

Es war der erste große politische Erfolg der Bürgerbewegung in der DDR: Die Einrichtung eines runden Tisches, an dem die SED-Führung erstmals auf Augenhöhe mit der Opposition verhandelte. Der frühere Brandenburger Oberkirchenrat Martin Ziegler war einer der Moderatoren der Gespräche. Nun ist er in Schildow gestorben.

Einer der Moderatoren des zentralen Runden Tisches in der DDR ist tot. Der evangelische Theologe Martin Ziegler starb am Samstag im Alter von 83 Jahren in seinem Heimatort Schildow nördlich von Berlin.

Er soll am 13. April in Schildow beigesetzt werden, wie Pfarrer Bernhard Hasse von der Evangelischen Kirchengemeinde Mühlenbeck am Mittwoch sagte. Ziegler hatte den Runden Tisch von Dezember 1989 bis März 1990 im Berliner Bonhoefferhaus zusammen mit einem katholischen Geistlichen und einem Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche moderiert.

Der Runde Tisch trat am 7. Dezember 1989 zum ersten Mal zusammen. In dem Gremium sprach die SED-Führung erstmals mit der Opposition auf Augenhöhe. Die Gespräche beeinflussten stark die Politik der Regierung Modrow bis zur Volkskammerwahl am 18. März 1990.

Arbeitsgruppen des Runden Tisches erarbeiteten unter anderem einen Entwurf für eine neue Verfassung und verhandelten die Auflösung der Staatssicherheit beziehungsweise ihre Umwandlung in das Amt für Nationale Sicherheit.
Ziegler wurde 1931 in Berlin geboren. Er studierte Theologie an der Humboldt-Universität, anschließend arbeitete er als Pfarrer in der Gegend um Merseburg in Sachsen-Anhalt, wo er von 1968 bis 1974 auch Superintendent war. Danach wurde Ziegler zum Direktor des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg berufen, das er von 1975 bis 1983 leitete.

Im Jahr 1983 erhielt er den Titel Oberkirchenrat. Bis 1991 war er als Leiter des Sekretariats des DDR-Kirchenbundes Nachfolger von Manfred Stolpe, der 1990 zum brandenburgischen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Seinen Dienst als Direktor der Hoffnungstaler Anstalten in Lobetal bei Bernau nahm Martin Ziegler 1991 auf und führte ihn bis zu seinem Ruhestand 1994 fort.

 

 

 

Nicht mehr ganz aktuell, aber dafür ein Gruß aus der Vorgeschichte des Schlossgartens:

 

DAS INLAND, 08.07.1829

"Preußen. Berlin. Wie man im Schooße des Kreuzbergs bey Berlin unlängst die kolossalen Gebeine eines Mammuths gefunden hat, so ist ganz neuerlich im Schloßgarten zu Schönhausen, bey Grabung eines Bassins, das Geweih eines Elends zum Vorschein gekommen."

 

Ein "Elend" ist übrigens ein Elch. Im Jahr 1829 begann der berühmte Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné mit der Umgestaltung des verwilderten Schlossgartens zum Landschaftspark. Teil dieser Umgestaltung war die seenartige Verbreiterung der Panke. Im Rahmen dieser Aushubarbeiten dürften die Elchschaufeln zutage gefördert worden sein. 


Mit PayPal spenden für den Teepavillon! Die Möglichkeiten sind begrenzt - aber der Pavillon soll Hotspot für kleine Ausstellungen und Mini-Open-Airs werden!


Ein schönes Beispiel, wie aus einer Provenienzrecherche die bewegende Geschichte eines Kunstwerks werden kann - die Geschichte des Künstlers Fritz Huf, seines Modells Natascha Huf, geborene Fürstenberg, und des Mäzens Hans Fürstenberg. Denn jedes Kunstwerk hat seine eigene Biografie!

Für 5 Euro + Versand 1,80 Euro, zu bestellen unter foesugs(at)gmx.de.


 

SCHON BALD: "Inge, Robert und Rodin - Die Skulpturen im Schlossgarten Schönhausen"




 

 

Weit gereist: Die Tasche des Fördervereins auf Folegandros.

 

 

Aus dem Animationsfilm in der Hohenzollerngruft, Berliner Dom

 

  

 

 

Eines unserer früheren Kunstblätter: Königin Elisabeth Christine von Arinda Craciun